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Gesundheitsratgeber

Hirse: Kleines Korn, große Wirkung

Das Getreide Hirse liefert wertvolle Nährstoffe und bereichert den Speiseplan

Nie mehr hungern müssen: Das erlebt ein armes Mädchen in Grimms Märchen. Eine alte Frau schenkt ihm einen Topf, der sich auf Zuruf mit süßem Hirsebrei füllt.

Vom Altertum bis ins 17. Jahrhundert zählte Hirse in Deutschland zu den wichtigsten Getreidearten und Grundnahrungsmitteln. Da aber Seefahrer die Kartoffel aus den südamerikanischen Anden bereits im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht hatten und die stärkehaltigen Knollen auch hier heimisch wurden, verlor die Hirse langsam ihre Bedeutung in der mitteleuropäischen Alltagsküche.

Das finden viele Ernährungswissenschaftler schade, da Hirse ein sehr wertvolles Getreide ist. Es liefert hochwertiges Eiweiß, viele Mineralstoffe und verschiedene B-Vitamine, vor allem Vitamin B1 und B6, die Muskeln sowie Nerven stärken und die Konzentration fördern.

Pflanzliche Eisenquelle 

Das mineralstoffreiche Getreide enthält neben Magnesium auch reichlich Zink und Eisen. Zink stärkt Haut, Haare und Nägel sowie die Infektabwehr. Eisen transportiert Sauerstoff zu allen Körperzellen und fördert den Immunschutz sowie die Konzentrationsfähigkeit. Wer sich fleischlos ernährt und damit auf eine wichtige Eisenquelle verzichtet, findet in Hirse einen guten Ersatz – am besten in Kombination mit Vitamin-C-haltigem Obst oder Gemüse, damit der Körper das pflanzliche Eisen besser verwerten kann.

Weil Hirse kein Gluten enthält, eignet sie sich zwar nicht zum Backen, ist aber für Zöliakie-Patienten, die kein Gluten vertragen, ein wichtiges Getreide.

Botanisch gehört Hirse zur großen Familie der Gräser. Grundsätzlich unterscheidet man die kleinen Millethirsen und die deutlich größeren, ertragreicheren Sorghumhirsen. Die anspruchslose Pflanze kommt mit wenig Wasser aus und ist heute noch in vielen Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Seit einigen Jahren steht das älteste Getreide der Welt auch bei uns wieder etwas häufiger auf dem Speiseplan. Das liegt nicht zuletzt an seinem Aroma, Hirse schmeckt sehr fein und nussig.

Küchentipps:

  • Hirse gründlich waschen. Mit der doppelten Menge Flüssigkeit – Wasser oder Milch – aufkochen und rund 25 Minuten garen.
  • Hirse schmeckt pikant oder süß.
  • Hirse ist körnig und trocken. Deshalb mit Soße, Gemüse, saurer Sahne oder Obst zubereiten.

27.03.2013, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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